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Schulter

Kompetente und für den Patienten optimal organisierte Versorgung besteht für: Rotatorenmanschettenrisse, Schulterinstabilität, Oberarmkopf- oder Glenoidbrüche, Gelenkverschleiß oder -steife, als auch Veränderungen der langen Bicepssehnen.

Krankheitsbilder der Schulter

Das Schultergelenk ist als Kugelgelenk sehr beweglich und stark von der Führung der Muskeln, Sehnen und den Kapsel verstärkenden Bändern abhängig. Die hohe Beweglichkeit wird durch ein komplexes Zusammenspiel der anatomischen Strukturen ermöglicht. Kommt es zu Störungen, sind Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen die Folge. Häufige Krankheitsbilder sind zum Beispiel Schulterinstabilität, Schultersteife, ein Riss der Rotatorenmanschette, Verletzungen der Bicepssehne, Brüche des Oberarmkopfes oder der Gelenkpfanne als auch ein erhöhter Gelenkverschleiß. Darüber hinaus kann die Ursache von Schulterschmerzen auch durch Stoffwechselerkrankungen, Nervenengpasssyndrome oder auch Nervenentzündungen, vorliegen. Nach einem Gespräch mit dem Patienten, der sogenannten Anamnese, erfolgt eine klinische Untersuchung woraus eine erste Arbeitsdiagnose erstellt werden kann.

Mit Hilfe diagnostischer Methoden, wie Röntgen, Sonografie, Blutanalyse oder Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen können Arbeitsdiagnosen bestätigten werden. Die ursächliche Therapie einer gesicherten Diagnose ist medizinisch am Wertvollsten. Manchmal bleibt aber nur die symptomatische Therapie, um die Beschwerden des Patienten zu lindern. Bei uns wird der beste Weg für Sie gewählt.

PD Dr. med. habil. Carsten Englert hat seine Kompetenz als Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikum Regensburg bis 2012 erworben. Mit seinen Erfahrungen in der minimalinvasiven Schulter- und Ellenbogenchirurgie, sowie in der Schulterendoprothetik und dem D-Arztverfahren für Arbeits- und Schulunfälle steht er mit seinen Leistungen in Regensburg zur Verfügung. 

 

Behandlung

Behandlungsablauf

Diagnose

Die Röntgenuntersuchung weist direkte Veränderungen am Knochen, wie zum Beispiel einen Bruch oder altersbedingte Veränderungen wie…

Die Röntgenuntersuchung weist direkte Veränderungen am Knochen, wie zum Beispiel einen Bruch oder altersbedingte Veränderungen wie Gelenkverschleiß nach. Indirekt kann über die Stellung der Knochen zueinander eine Aussage über die im Röntgenbild nicht sichtbaren Band- und Weichteilstrukturen gemacht werden. 

Die Sonographie bietet Einblick in die Weichteilstruktur. Der Ultraschall hat nur eine geringe Eindringtiefe ins Gewebe und kann am besten zwischen flüssig und fest unterscheiden. 

Die Untersuchung durch Magnetresonanztomographie (MRT) (Abb 1) ist schweren Verletzungen, präoperativen Planungen und unklaren Fällen vorbehalten. Durch große Magnetspulen wird das Wasser in unserem Körper magnetisch ausgerichtet und durchs Abschalten des Magneten kann die Energie gemessen werden, die die Wassermoleküle frei geben, wenn diese sich wieder frei zurück drehen. Gewebe mit viel Wasser wird dadurch besser dargestellt, als welches mit wenig Wasser (wie z.B. Knochen). Deshalb ist diese Untersuchung nicht aussagekräftig für Knochen. 

Geht es um feinste Veränderungen des Knochens, so muss eine Computertomographie erfolgen. Diese verwendet Röntgenstrahlen. Sowohl die MRT als auch CT Untersuchung kann durch geeignete Kontrastmittel in ihrer Qualität gesteigert werden. Deshalb ist es manchmal notwendig, die Schilddrüsen und Nierenwerte vor der Untersuchung medizinisch bewerten zu können.

Differentialdiagnostisch sind ergänzende Untersuchungen vom Neurologen oder Neurochirurgen angebracht.

Trotz des hohen technischen und ärztlichen Einsatzes ist es manchmal nicht möglich die Beschwerden des Patienten mit Sicherheit zu diagnostizieren. Dann kann bei Gelenkbeschwerden eine diagnostische Arthroskopie Aufschluss geben.

Anamnese

Die Ursache für die Beschwerden des Patienten zu finden, ist die intellektuelle Herausforderung in der Medizin. Das…

Die Ursache für die Beschwerden des Patienten zu finden, ist die intellektuelle Herausforderung in der Medizin.

Das Patientengespräch gibt viele Hinweise für die Ursache eines Schmerzes.

Wichtig sind dabei Informationen über die Dauer, Ort oder auslösende Tätigkeit für die Beschwerden.

Klinische Untersuchung

In der klinischen Untersuchung wird gerne anhand der gesunden Seite des Armes oder Beines eine Voruntersuchung durchgeführt und…

In der klinischen Untersuchung wird gerne anhand der gesunden Seite des Armes oder Beines eine Voruntersuchung durchgeführt und ein allgemeiner Status 
durch Inspektion, Betasten und Funktionsprüfung erhoben.

Bei weiterführendem Interesse verweisen wir auf folenden Link:
Zur Website von DVSE - "Untersuchungstechniken

Sonographie

Die Sonographie nutzt Schallwellen, die durch Gewebe unterschiedlich abgelenkt und reflektiert wird. Die reflektierten Wellen…

Die Sonographie nutzt Schallwellen, die durch Gewebe unterschiedlich abgelenkt und reflektiert wird. Die reflektierten Wellen werden vom Schallkopf aufgefangen und zu einem Bild ausgewertet. Schallwellen haben eine geringe Energie und dringen deshalb nicht tief ins Gewebe ein. Für einen Gelenkerguss, oder die Darstellung von Bändern, Sehnen und Muskeln ist diese Technik schnell und effizient verfügbar. Die Sonografie hat einen gewissen Unsicherheitsfaktor. Eine Kernspinuntersuchung ist deutlicher sicherer in der Bestimmung. Der Gold Standard ist die diagnostische Arthroskopie, in der das Gewebe nicht nur bildgebend dargestellt, sondern auch mechanisch untersucht werden kann. 

MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspin)

Ein MRT, eine Magnetresonanztomographie basiert auf dem Magnetismus von Wassermolekülen. Wasser ist mit einem Minuspol, einem…

Ein MRT, eine Magnetresonanztomographie basiert auf dem Magnetismus von Wassermolekülen. Wasser ist mit einem Minuspol, einem Sauerstoffatom und den positiv geladenen Wasserstoffatomen durch einen Magneten auszurichten. Wird das Magnetfeld unterbrochen, so schwingen die Wassermoleküle in eine ungeordnete Stellung zurück. Die Energie dieser Bewegung, Spin genannt, kann aufgefangen und zu einem Bild verarbeitet werden. 

Gewebe mit einem hohen Wasseranteil kann durch diese Technik hervorragend dargestellt werden. Muskel, Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel können in sehr hoher Qualität für die medizinsche Beurteilung in einem MRT beurteilt werden. Schädliche Auswirkungen des Magnetfeldes, welches durchschnittlich für 30 Minuten für die Untersuchung aufgebaut werden muss, sind uns bis zum heutigen Stand des medizinischen Wissens nicht bekannt. Daher wird gern, wenn die Diagnose nicht sicher auf anderen Grundlagen erstellt werden kann ein MRT veranlasst. Es ist eine geniale Technik, die einen nur durch die verschiedenen Bildbetrachtungsprogramme ernüchtert, mit denen der behandelnde Orthopädie und Unfallchirurg das MRT auf seinem Computer anschauen soll. Um eine sichere Bildbetrachtung zu gewährleisten, haben wir ganz klare Empfehlungen für die zu nutzende Technik. Sprechen Sie uns an, wo Sie Ihr MRT machen lassen sollten. Vorsprung durch Technik!

Röntgen und CT

Röntgenaufnahmen nutzen ionisierende Strahlung (Gamma- oder Röntgenstrahlen). Diese durchdringen den Menschen und werden durch die…

Röntgen

Röntgenaufnahmen nutzen ionisierende Strahlung (Gamma- oder Röntgenstrahlen). Diese durchdringen den Menschen und werden durch die unterschiedliche Dichte des Gewebes abgelenkt und geschwächt. Die verbleibende Strahlung trifft auf einen Sensor, der die Strahlung in ein Bild umwandelt. Da Knochen die höchste Materialdichte aufweist, wird der Knochen auf Röntgenaufnahmen am besten dargestellt. Muskeln, Sehnen und Bänder sind normalerweise nicht zu sehen. 

Schichtaufnahmen, sogenannte Computertomographien (CT), nutzten die gleiche Strahlungsart und im Prinzip die gleiche Technik. Es werden viele Schichten eines Körpers aufgenommen. Die einzelnen Schichten haben einen definierten Abstand und können virtuell zu einem dreidimensionalen Körper zusammen gesetzt werden. Diese Technik dient uns besonders für die Planung von Schulterprothesen, siehe Lexi(R), MediCAD oder Wright Medical. Ein CT ist besonders wichtig für die Analyse von Knochenbrüchen.

Ionisierende Strahlung hat grundsätzlich eine Auswirkung auf Gewebe. Die Anwendung von Röntgenstrahlen unterliegt sehr strengen Regeln. Jedes in Deutschland für die Diagnostik am Menschen betriebenes Röntgengerät unterliegt der Aufsicht des Gewerbeaufsichtsamtes. Die Kassenärztliche Vereinigung als Köperschaft des Öffentlichen Rechts und Vertragspartner zwischen den Krankenkassen und den Vertragsarztes kontrolliert regelmäßig die medizinische Qualität der Röntgenaufnahmen und die medizinische Indikation, weshalb die Röntgenaufnahme getätigt wurde.

Wir möchten die Auswirkung von Röntgenstrahlen auf den Menschen nicht verharmlosen. Kommt ein Patient mit einem medizinischen Problem zu uns, so ist eine Röntgenaufnahme zur Klärung der Arbeitsdiagnose häufig wichtig und der Schaden für den Patienten zu vernachlässigen. Die übertragene Energie einer Röntgenaufnahme einer Schulter ist geringer, als die Energieübertragung durch kosmische Strahlung bei einem Flug. Ein Sonnenbrand macht mehr Schäden am Erbgut des Patienten als eine Röntgenaufnahme am Handgelenk.

Sind Röntgenaufnahmen von einem Organ schon einmal gemacht und es besteht keine akute Veränderung des Beschwerdebildes, so können Röntgenaufnahmen der Schulter oder der Halswirbelsäule, die vor fünf Jahren aufgenommen wurden, häufig ausreichen. Daher ist es immer sehr wichtig und eine Bringschuld des Patienten Röntgenaufnahmen zur Konsultation beim Orthopädien und Unfallchirurgen mitzubringen. Im Vergleich zu vorangegangenen Röntgenaufnahmen können auch Entwicklungen erkannt werden. Die medizinische Erkenntnis ist wichtig für die Beratung des Patienten. Auch wir geben Ihnen sehr gern die bei uns aufgenommenen Röntgenaufnahmen auf einem Datenträger als JPEG, TIFF und Dicom Format mit. Es wird eine Kostenpauschale von 10€ für die Erstellung eines Datenträgers erhoben. Es können aus datenschutzrechtlichen Gründen und Sicherung unseres Computernetzwerkes keine externen Datenträger angeschlossen werden. 

Nachbehandlung

Hier finden Sie PDF-Dokumente zur richtigen Nachbehandlung der Schulter als Download. Donec sollicitudin molestie malesuada.…

Hier finden Sie PDF-Dokumente zur richtigen Nachbehandlung der Schulter als Download. Donec sollicitudin molestie malesuada. Vestibulum ante ipsum primis in faucibus orci luctus et ultrices posuere cubilia Curae.

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Behandlung

Die Behandlung oder Therapie des Patienten ist ausgerichtet die Erkrankung zu heilen. Unfallchirurgisch ist dies häufig möglich.…

Die Behandlung oder Therapie des Patienten ist ausgerichtet die Erkrankung zu heilen. Unfallchirurgisch ist dies häufig möglich. Ein Knochenbruch kann ohne Folgen ausheilen. Orthopädische, dass heißt alters-, stoffwechsel- , anlage- oder statisch bedingte Krankheiten des muskulo-skeletalen Systems können in den meisten Fällen gelindert werden. 

Die medizinische Behandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Es gibt Leitlinien, die die medizinische Behandlungsfreiheit einschränkt. Diese Leitlinien sind im Internet für jeden frei auf der Seite www.awmf.org verfügbar. Auch die nationalen Fachgesellschaften mit dem Dachverband der DGOU und für die Unfallchirurgie der DGU als auch den organisierten Experten, wie zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) www.aga-online.de und die Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie und international der SECEC geben Behandlungsempfehlungen. 

Spezifische Informationen

Krankheitsbilder im Einzelnen

Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette ist eine empfindliche Sehnenkapsel, die den Oberarmkopf umschließt. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung der Armbewegungen durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener, zum Teil antagonistisch arbeitender Muskelgruppen. Entzündungen und Verletzungen der Rotatorenmanschette verursachen einen Großteil der Schulterprobleme, die ein Schulterspezialist in seiner täglichen Praxis behandelt.

Schultersteife

Die Frozen shoulder (konstriktive Capsuilitis, idiopathische Schultersteife) stellt eine der problematischsten Schultererkrankungen dar. Nach schleichendem Beginn kommt es zu einer zunehmenden, schmerzhaften Entzündung des Gelenks. Innerhalb weniger Wochen bis Monate verringert sich die Beweglichkeit, in Extremfällen kann die Hand nicht einmal mehr hinter den Rücken geführt werden. Dieses Schulterproblem führt bei den Betroffenen somit zu einer erheblichen Beeinträchtigung der gewohnten Abläufe des täglichen Lebens.

Kalksehnen / Kalkschulter

Eine Kalkschulter besagt, dass sich röntgendichte Strukturen im Weichteilgewebe gebildet haben. Diese stoffwechselbedingte Erkrankung des Sehnen- oder Schleimbeutelgewebe führt zu einer mechanischen Irritation und darüber zu einer Entzündungsreaktion, die sehr schmerzhaft sein kann.

Gelenkverschleiß oder Arthrose

Die Schulterarthrose markiert den Endpunkt vieler Schultererkrankungen. Anlagebedingte Faktoren, Verletzungsfolgen oder chronische Entzündungen verursachen einen vorzeitigen Untergang der Knorpelüberzüge von Oberarmkopf und Gelenkpfanne. In der Folge kommt es zu einer schmerzhaften, irreversiblen Schrumpfung der Gelenkkapsel mit entsprechenden Beschwerden.